Bedeutung des Ortsnamens


Für die Bedeutung des Ortsnamens kommen zwei Varianten in Betracht:

Der erste Versuch geht von der Überlegung aus, dass die Siedlungen immer dort angelegt wurden, wo Wasserläufe vorhanden waren. Die ersten Holzhütten wurden jedoch nicht direkt am Wasser, sondern zwecks Hochwassersicherung am Berghang errichtet. Asbach bestand anfangs aus zwei Teilen und wurde erst durch das Zwischenbauen neuer Häuser ein geschlossener Ort. Die im Namen Asbach vorkommende Silbe As - ass - ess  heißt altdeutsch Weidetrift. Es liegt somit nahe, dass der im Grund fleißende Bach, welcher dem Weidevieh als Tränke diente, zuerst den Namen führte und dann das Dorf nach ihm benannt wurde.

Die zweite Variante leitet den Namne Asbach aus dem Doppelbegriff As - bach = Aspen-aqua ab, Es ist durchaus möglich, dass es in dem großen Buchenwaldgebiet (Buchonia) zwischen Rhön und Vogelsberg eine Stelle gab, die mit Pappeln, nämlich Aspen bewachsen war.


Geschichtliches


Als 1921 auf dem W/O-Sattel des Ziegenbergs bei Vermessungsarbeiten ein vorgeschichtliches "Hünen"-Hügelgrab entdeckt wurde, fand sich zum ersten Mal der Hinweis einer Ansiedlung im Asbacher Umland. Der Grabhügelfund wurde durch Keramikvergleiche in die La Tene-Zeit (800 - 900 v Chr.) datiert. Wahrscheinlich gaben in dieser Epoche die ersten Ansiedler ihr Nomadendasein auf und errichteten ihre Blockhütten auf dem Flurstück "Zwischen den Wegen". Fundstücke eines heimischen Gastwirtes bekräftigen diese Annahme.

Spätestens zu Beginn des Frühmittelalters wurde die Siedlung vom Berghang zur Fuldaaue hin verlegt und zwar an die Stelle, wo der "Asbach" beim Eintritt in das Fuldatal einen Schuttkegel aufgeschwemmt hatte. Noch heute ist zu erkennen, dass der älteste Ortskern mit der Kirche auf einer Anhöhe liegt. Gründe für die Verlagerung sehen die Historiker in der stetigen Rekultivierung der Fuldasümpfe und dem Fakt, dass durch die Zunahme der Bewohner und deren Viehbestand die Trinkwassersicherung immer akuter wurde.

Urkundlich wird Asbach erstmals 1146 erwähnt. In einer Urkunde der Hersfelder Reichsabtei wird von einem "Ministerialen Gerlandes von Asbach", vermutlich ein Vorfahr derer von Milnrode, berichtet. Bei neueren Recherchen fand man den Namen Asbach in der Wigbert-Vita des Lupus (verdeutscht von Johannes Busäus) in folgender Passage: "Ein frommer Mann Namens Hartwig aus Asbach hatte damit begonnen, im Flecken Asbach eine Kirche zu bauen."

Anno Domini 1071 geben Quellen Auskunft darüber, dass im 10./11. Jahrhundert eine rege Besiedlung im Westteil des Streubesitzes der Abtei Hersfeld stattfand.


Quelle: "Kleine Historie des Dorfes Asbach" Festschrift des Obst- und Gartenbauvereins Asbach